Seminar Multimedia und Electronic Publishing
Kapitel 3: Virtual Reality Modeling Language (VRML): Interaktive 3D-Dokumente


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VRML 2.0 (Moving Worlds)

Um die technische Entwicklung voranzutreiben, ergriffen acht VRML-Pioniere, darunter Mark Pesce, Gavin Bell und Tony Parisi die Initiative und gründeten zwei Wochen nach einem Treffen auf der SIGGRAPH 95 (Herbst 1995) die ,,VRML Architecture Group`` (VAG), die sich seitdem als eine Art oberstes technisches Lenkungsgremium der Entwicklung von VRML widmet.

Mit Hilfe der Mailing List arbeitete die VAG dann an der Version 1.1, die Erweiterungen wie Interaktivität enthalten sollte. Dazu sollten z.B. Funktionen wie Kollisionsvermeidung in VRML integriert werden, um das Interagieren von Avatarengif zu erleichtern.

Die Version 1.1 wurde dann aber zugunsten von 2.0 fallen gelassen. Dazu kam es, nachdem nun auch große Unternehmen an der Entwicklung teilnehmen wollten. Für die Version 2.0 wurden dann mehrere Vorschläge bei der VAG eingereicht, über die in virtuellen Wahlkabinen abgestimmt wurde.

Folgende Vorschläge gab es:

  1. Moving Worlds von SGI und Sony, in den die Erweiterungen von 1.1 vollständig einflossen
  2. Sun versuchte mit HoloWeb größeren Einfluß auf die Integration von VRML und Java zu gewinnen
  3. ActiveVRML war ein von Microsoft recht spät eingereichter Vorschlag der auf DirectX aufbauen sollte
  4. Reactive Virtual Enviroment von IBM Japan
  5. Out Of This World von Apple basierend auf dem QuickDraw 3D-Metafile-Format
  6. Dynamic Worlds der deutschen GMD, St.Augustin wollte auf den Aspekt der Multi-User-Nutzung aufmerksam machen

Die Wahl fiel auf Moving Worlds. Die internationale Standardbezeichnung lautet ISOgif/IEC gif WD 14772.




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Jürgen Moßgraber, Freitag, 14. Februar 1997, 12:22:19 Uhr MET