Seminar Multimedia und Electronic Publishing
Kapitel 3: Virtual Reality Modeling Language (VRML):
Interaktive 3D-Dokumente
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Es wurde Wert darauf gelegt, daß folgende Grundvoraussetzungen erfüllt
sind:
- Möglichkeit der Entwicklung von Anwendungsgeneratoren und -editoren und
die Importierbarkeit von anderen Industrieformaten
- Bekanntgabe aller Informationen, die für die Implementation nötig
sind und Angebot einer vollständigen Funktionsmenge für breite Akzeptanz
in der Industrie
- Kombinierbarkeit von VRML-Elementen, um so die Wiederverwendbarkeit zu
unterstützen
- Beliebige Erweiterbarkeit der Sprache
- Unabhängigkeit von der verwendeten Hardware-Plattform
- Mehrbenutzerbetrieb
- Die VRML Elemente sollten unabhängig von einander sein oder alle
Abhängigkeiten müssen strukturiert und wohldefiniert sein
(Orthogonalität)
- Die Benutzbarkeit mit langsamen Netzverbindungen (14400-Bit/s-Modem) soll
noch hinreichend möglich sein.
Der letzte Punkt wird dadurch erfüllt, daß VRML-Dateien sehr klein sind, da
sie im Gegensatz zu Bild- oder Videodateien eine Szene nur beschreiben, anstatt
jeden Bildpunkt zu speichern.
Da durch diese Methode die VRML-Datei auf dem Zielrechner interpretiert und
somit die Welt berechnet werden muß, ist nun nicht mehr die
Übertragungsleistung der Flaschenhals, sondern die Rechengeschwindigkeit des
Zielrechners.
Um diesem Problem wiederum zu begegnen, gibt es verschiedene
Detaillierungsstufen der Darstellung, die bei Bedarf nachgeladen werden
(inlining).
Dabei wird ausgenutzt, daß entferntere Objekte detailärmer dargestellt
werden können. Unterschreitet der Betrachter einen gewissen Abstand
zum Objekt wird die nächste Detaillierungsstufe nachgeladen.
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Jürgen Moßgraber,
Freitag, 14. Februar 1997, 12:22:19 Uhr MET