Ein fertig erstelltes Java-Programm wird von einem Java-Compiler unter
Zuhilfenahme der importierten Packages übersetzt. Das Ergebnis ist ein
Programm in Java-Bytecode. Für Java-Bytecode ist
eine virtuelle plattformunabhängige Maschine
(Java Virtual Machine - JVM)
definiert. Diese kann
nun ihrerseits auf verschiedenen Plattformen implementiert werden und
gewährleistet damit, daß jedes Programm in Java-Bytecode auf der
jeweiligen
Hardwareplattform ausgeführt werden kann. Inzwischen hat die Firma Sun
die Java-Philosophie fortgeschrieben und erstmals Prozessoren gebaut, die
direkt Java-Bytecode ausführen können. Diese Prozessoren bilden zusammen mit
Java selbst und der Vernetzung über das WWW den Kern einer Systemarchitektur
die
sich ,,network computing`` nennt. Dabei wird Rechenleistung
und persistente Datenhaltung (z.B. Festplatten) zentral auf Servern
konzentriert, während der einzelne Rechner am Arbeitsplatz im Wesentlichen
eine moderne graphische Benutzerschnittstelle anbietet und für Zugriffe
auf Daten und Programme überwiegend oder gar ausschließlich über das
Netz
auf den Server zurückgreift.