Ziel einer multimedialen Anwendung ist es, einen Benutzer über einen bestimmten Sachverhalt zu informieren. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß der Sachverhalt in einzelne voneinander unabhängige Informationseinheiten unterteilt wird, die dann wieder in einen Zusammenhang gebracht werden müssen. Multimediale Anwendungen lassen sich damit als ein Netzwerk aus Knoten und Kanten charakterisieren, ein sogenantes multimediales Beziehungsnetzwerk. Die Knoten repräsentieren die elementaren Informationseinheiten. Sie werden als Informationsobjekte bezeichnet. Die Kanten legen den Zusammenhang, d.h. Beziehungen zwischen den Informationsobjekten fest. Multimediale Präsentationen bestehen aus einer Menge von Informationseinheiten. Die einzelnen Informationseinheiten kapseln jeweils bestimmte Informationen und können, angelehnt an die Terminologie der objekorientierten Programmierung, als Objekte betrachtet werden. Die Objekte sind von einem bestimmten Typ, genauer gesagt Medientyp, und werden daher als (elementare) Medienobjekte bezeichnet. So sind beispielsweise Texte Instanzen des Medientyps Text und Musikstücke Instanzen des Medientyps Audio.