Seminar Multimedia und Electronic Publishing
Kapitel 6: Layout-/Design-Richtlinien für elektronische Dokumente


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Layout

Layout bezeichnet die Seitengestaltung. Hierzu gehört das Positionieren der verschiedenen Elemente wie Textrahmen, Grafiken und Bildern, sowie die farbliche Gestaltung des Dokuments. Die Positionierung der einzelnen Elemente soll hierbei den Gestaltungsraum zu einer Einheit verschmelzen lassen.

Das Seitenlayout soll im gesamten Dokument einheitlich sein, so daß die Einheit des Dokuments betont und Zusammengehörigkeit der einzelnen Abschnitte und Kapitel erkannt wird. Wichtig ist wieder, wie bei der Typografie, daß sich Inhalt und Form entsprechen.

Alle Elemente sind zu gewichten (Größe und Position), um zu einem harmonischen Ganzen zu kommen. Am besten gelingt das, indem man eine Seite in Rahmen unterteilt. Darunter versteht man ein Raster, an dem im Layoutprozeß Textelemente und Bilder ausgerichtet werden. Nach diesem Prinzip gestaltete Dokumente wirken in ihrem Erscheinungbild deshalb besonders homogen.

Weitere Strukturmittel z.B. sind Überschriften, Absätze, Hervorhebungen oder farbige Unterlegungen. Sie sollen dem Leser die Gliederung des Dokuments verdeutlichen.

Überschriften und Absätze

teilen dem Leser kurz mit, welches Thema ihn erwartet.

Hervorhebungen

sind topografische Auszeichnungen durch größere Schrift, anderen Schrifttyp, Fett- oder Kursivdruck.

Unterlegungen

mit Farbe, Mustern oder Grafiken können Textteile hervorheben (Achtung: Auf die Lesbarkeit ist hierbei besonders zu achten!).

Strukturierte Aufzählungen

verdeutlichen optisch Einzelaussagen, ein zusätzliches Aufzählungszeichen erhöht den Effekt.

Signalwörter und Symbole

können dem Leser eine wesentliche Orientierungshilfe sein (z.B. Achtung, Hinweis).

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Das Bilden und optische Trennen von Sinneinheiten sorgt für Aufmerksamkeit und Übersicht

Bei kurzen Texten, wie Anmerkungen oder Hinweisen, können Sinneinheiten gebildet und optisch deutlich getrennt werden, wie das beispielsweise in Abbildung gif zu sehen ist.

Eine Seite wird durch Grafik aufgelockert. Jede Grafik hat ihre eigene Anmutung, wobei ein Foto im allgemeinen mehr Stimmung erzeugen kann als eine Strichgrafik. Gleichzeitig ist eine Strichgrafik oft aussagekräftiger als ein Foto. Wichtig bei Grafiken ist, Kontraste zu wählen, die im Idealfall auch in einer Schwarz/Weiß-Reproduktion noch erkennbar und lesbar bleiben.

Auf folgendes ist im besonderen zu achten:

Ein weiteres Gestaltungsmittel im Layout ist die Farbe. Dabei sollte man berücksichtigen, daß jede Farbe ihre eigene psychologische Wirkung (z.B. rot: Gefahr) hat. Wie auch bei der Schriftwahl sollte man sich auf wenige Farben beschränken und diese durchgängig und sinnvoll einsetzen, um auf Wichtiges hinzuweisen. Hier gilt wieder, daß zuviel den gewünschten Effekt abschwächt und die Übersicht stört.

Zum Abschluß dieses Kapitels noch ein Tip, wie man das richtige Layout für ein Dokument am besten findet. Da ein Dokument phasenweise entsteht, sollte man jede Gestaltungsphase ausdrucken und die Einzelergebnisse nebeneinander legen. Der Vergleich der Ausdrucke schult das Gefühl für die Form und mögliche Verbesserungen fallen einem besser ins Auge.






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Heiko Roth, Freitag, 14. Februar 1997, 12:33:37 Uhr MET