
Abbildung 1: Aufbau einer CD (Angaben in
m)
Ein durchsichtiger Kunststoff macht den größten Teil der Gesamtdicke von 1.2 mm
einer CD-ROM aus (vgl. Abbildung 1
). Die Daten sind physikalisch in Pits (Vertiefungen)
enthalten, die in
den Kunststoff geprägt werden. Darauf ist eine Metallschicht aus Aluminium,
Silber oder Gold aufgedampft. Zum Schutz dieser metallisierten Oberfläche wird eine
Schutzschicht (Lackschicht) aufgebracht, auf die das Label der CD gedruckt wird. Von der
Unterseite gesehen wirken die Löcher wie kleine Erhebungen, weshalb oft auch von
Bergen statt von Löchern bzw. Vertiefungen gesprochen wird. Die Pits sind so
winzig, daß sie weder mit bloßen Auge noch mit einer Lupe zu erkennen sind,
sondern nur mit einem Rasterelektronenmikroskop. Die genauen Maße sind Abbildung 2
zu entnehmen.
[She89]

Abbildung 2: Maße der Pits (Angaben in
m)
Eine CD enthält eine fortlaufende Spur von Pits, die sich spiralförmig von innen
nach außen windet. Das hat den Vorteil, daß problemlos auch kleinere CDs
abgespielt werden können und Beschädigungen am äußeren Rand die Daten nicht
unbrauchbar machen, weil ein kleiner Sicherheitsabstand eingehalten wird. Jede Pitkante, gleichgültig ob am Anfang
oder am Ende, steht für eine 1; sämtliche Flächen dazwischen, innerhalb oder
außerhalb eines Pits, entsprechen einer 0 (vgl. Abbildung 3
).
[Nad94]

Abbildung 3: Kodierung mit Pits und Lands
Abgetastet werden die Daten mit einem Laser, der unterhalb der CD angebracht ist
und dessen Strahl von der Metallschicht reflektiert wird (vgl. Abbildung 4
). Da die Pithöhe
beträgt, erfährt der Laserstrahl eine Phasenverschiebung um
. Daher kommt es zwischen dem von einem Pit
reflektierten Strahl und einem von der Oberfläche reflektierten Strahl zu
Interferenzen und gegenseitiger Auslöschung.
Die Datendichte der
Pitspur ist am Anfang der Spirale die gleiche wie am Ende.
Daher muß die CD mit konstanter Lineargeschwindigkeit von 1.2 - 1.4 Meter pro
Sekunde rotieren und die Geschwindigkeit der CD von innen nach außen
von 500 auf 200 Umdrehungen pro Minute abnehmen.
Die kleinste Dateneinheit auf einer CD wird ein Frame genannt. Jeder Frame enthält
Nutzdaten, die zugehörigen Paritätsdaten, ein Synchronisationswort sowie einen
Subcode von 8 Bits und besteht aus insgesamt 291 Bits (vgl. Tabelle 1
). Aufgrund der Kodierung (vgl. Tabelle 2
) müssen hierfür 588 Bits gespeichert werden. 98 Frames bilden einen Sektor, der die kleinste adressierbare
Einheit ist.
[She89]