Seminar Multimedia und Electronic Publishing
Kapitel 10: CD-ROM


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DVD

Immer speicherhungrigere, multimediale Anwendungen verlangen nach noch mehr Kapazität auf den Datenträgern. Auf eine Video-CD passen nicht einmal ganze Spielfilme, sondern der Spielfilm muß auf mehrere CDs verteilt werden. Ein Standard wurde geschaffen und als DVD (Digital Versatile Disc) bezeichnet. Dieser neue Standard ist so vielversprechend, daß er womöglich Videokassette, Laserdisc, CD-ROM und Audio-CD ersetzen könnte. Die DVD hat die gleichen Maße wie eine CD. Sie hat einen Durchmesser von 120 mm und eine Dicke von 1.2 mm. Die DVD ist jedoch sehr viel dichter beschrieben als eine herkömmliche CD. Hinzu kommt, daß die digitalen Informationen in zwei Lagen übereinander liegen können (vgl. Tabelle 11gif)[Doy96]. Wenn nötig, wird zusätzlich neben der Vorder- auch die Rückseite des Datenträgers genutzt. So passen bis zu 26-mal mehr Daten auf die DVD als auf eine herkömmliche CD:

Bereits die single-sided, single-layer disc bietet die Möglichkeit, Spielfilme mit 133 Minuten Spieldauer zu speichern.[Son96]

Die geplanten DVD-Formate lösen wahrscheinlich die entsprechenden CD-Formate ab. Folgende DVD-Formate wird es geben:

DVD-Video
Speicher für Bild- und Tonwiedergabe sowie für interaktive Spiele. Eine Seite des Mediums faßt Filme mit Längen von bis zu 133 Minuten.
DVD-Audio
Ersatz für die Audio-CD mit deutlich besserer Klangqualität und einer maximalen Spielzeit von 7.5 Stunden.
DVD-ROM
CD-ROM Nachfolger mit Speicherkapazität zwischen 4.7 und 17 GB.
DVD-R
Einmal beschreibbarer Datenträger mit Kapazitäten zwischen 4 und 7.8 GB.
DVD-RAM
Für 1998 geplantes, mehrfach beschreibbares Medium.

 

CD DVD
Durchmesser 120 mm 120 mm
Dicke 1.2 mm 1.2 mm
Spurabstand 1.6 tex2html_wrap_inline288m 0.74 tex2html_wrap_inline288m
min. Pit-Größe 0.83 tex2html_wrap_inline288m 0.4 tex2html_wrap_inline288m
CLV 1.2 m/s 4.0 m/s
Daten-Layers 1 1 oder 2
Kapazität etwa 680 MB bis 17 GB
Tabelle 11:  Technische Daten einer DVD

Zur Zeit gibt es noch Probleme bei den Herstellern der DVD-Player, weil die Filmindustrie einen Ländercode und ein Verschlüsselungsverfahren zum Kopierschutz fordert. Der Ländercode soll dazu dienen, daß die Verwertungskette der Filmindustrie nicht zerstört wird. Ein DVD-Player, der beispielsweise in Deutschland verkauft wird, soll dann eine für den US-Markt hergestellte DVD-Video nicht wiedergeben können. [Wil96]


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Boris Moser, Mittwoch, 22. Januar 1997, 12:20:15 Uhr MET