Ein nicht vernachlässigbares Problem ist die Entsorgung von ausgedienten CDs, da aufgrund der geringen Herstellungskosten viele CDs hergestellt werden. Auch werden CDs in Umlauf gebracht, die nur einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Kapazität ausnutzen.
Eine CD ist ein Verbundstoff, der aus Polycarbonat, Aluminium und etwas Lack besteht. Hergestellt werden die CD-Rohlinge aus Polycarbonat, anschlies-sßend mit Aluminium bedampft und dann mit einer Lackschicht versehen. Der Recycling-Prozeß läuft genau in umgekehrter Reihenfolge ab. So werden durch Ätzen mit Natronlauge Aluminium, Lack und Polycarbonat wieder getrennt. Jedoch enthält das Polycarbonat bei diesem Verfahren noch Aluminium und Lack und ist daher nicht mehr für die Herstellung von neuen CDs geeignet, sondern nur noch für Gehäuse oder ähnliches.
Eine weitere Methode CDs zu recyceln ist, die Scheiben mechanisch mit einem Messer abzuschälen. Da das abfallende Polycarbonat sehr hochwertig ist, kann es direkt für die Produktion neuer CDs verwendet werden.
Ganz gelöst ist das Entsorgungsproblem noch nicht, weil ein paar Reststoffe - eine Masse aus Aluminium, Lackresten und etwas Polycarbonat - übrigbleiben, die auf einer Deponie ,,entsorgt`` werden müssen. [Hur96]