Das CD-ROM Format ist im Yellow Book definiert und unterscheidet zwei
Modi: Mode 1 (vgl. Tabelle 5
), die gängige Daten-CD, und Mode 2 (vgl. Tabelle 6
) mit verringerter Fehlerkorrektur
und erhöhter Kapazität. Die ersten 16 Bytes werden benutzt, um einen Sektor zu
adressieren; danach folgen die Nutzdaten. Außerdem verwendet Modus 1 288 Bytes eines Sektors
für eine zusätzliche Fehlererkennungs- und Korrekturebene (EDC/ECC). Dieser
Zusatz zu dem auf allen CDs enthaltenen Korrekturcode (CIRC) ermöglicht eine
Datensicherheit, die bei sich plötzlich änderndern Daten, anders als dies bei
Musik der Fall wäre, notwendig wird. Tritt bei einer Audio-CD ein Fehler auf,
der nicht korrigiert werden kann, so wird der Wert interpoliert oder der Ausgang
stummgeschaltet. Bei einer CD-ROM mit Computerdaten wäre das verheerend. Ein guter Fehlerkorrkturcode benutzt neben Parität auch noch andere Techniken
wie Interleaving, um möglichst alle Fehler beim ersten Lesen zu korrigieren. Interleaving ist eine Art Verschachtelungsmethode und wird als
Schutz gegen das sehr wahrscheinliche Auftreten von Flächenfehlern benutzt.
Datenwörter des Bitstroms werden vor der Aufzeichnung so umverteilt, daß
aufeinanderfolgende Worte auf dem Speichermedium niemals benachbart sind. Ein
auftretender Fehler (z.B. durch ein Staubkorn verursacht) verhindert korrektes
Lesen einer Reihe von aufeinanderfolgenden Blöcken. Wenn jedoch beim
De-Interleaving die vermischten Wörter wieder in ihre ursprüngliche Reihenfolge
gesetzt werden, ist der fehlerhafte Teil in einzelne Abschnitte isoliert und
kann so viel leichter korrigiert werden.
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