Unter dem Begriff Lerninhalt verstehen wir hier nicht, was, sondern vielmehr, wie detailliert der Lernstoff vorgestellt wird. So reicht häufig die Vermittlung von 25 % der technischen Möglichkeiten einer Software, um den Wissensbedarf von 50 % der Adressaten abzudecken.
Dazu ein Beispiel:
Um mit Hilfe eines Textverarbeitungssystems einfache Briefe bzw. sonstige Texte abzutippen und auszudrücken, muß man sicher nicht mehr als 25 % des Befehlsrepertoires beherrschen - ehe weniger. Wenn es stimmt, daß man damit schon die Anforderungen von 50 % der Anwender befriedigt, muß man damit sich natürlich fragen, ob es sich in einem Computer-Lernprogramm lohnt, mehr als diese 25 % der technischen Möglichkeiten zu erklären, in Anwendungsbeispielen zu üben usw.. Denn unabhängig von der absoluten Anzahl der Adressaten wird man mit dem doppelten Aufwand, wenn also 50 % der technischen Möglichkeiten erklärt werden, nicht einmal halbsoviele Adressaten erreichen wie zuvor - und erst ein gegenüber der Ausgangssituation vervierfachter Aufwand ermöglicht, die letzten 25 % der Adressaten zu erreichen.
Die richtige Wahl der Lernstofftiefe ist also sehr wichtig für den Aufwand und damit die Wirtschaftlichkeit.