Seminar Multimedia und Electronic Publishing
Kapitel 12: Computer Based Training


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Lernsituation

Haupteinsatzgebiet interaktiver Medien sollte von Anfang an das individuelle Lernen am Arbeitsplatz sein. Wirtschaftlichkeitsrechnungen aus der Praxis belegen, daß sich der Kostenaufwand - eine angemessene Adressatenzahl vorausgesetzt - gegenüber konventionellen Vermittlungsformen (Seminar) verringern läßt.

Dabei wurde (und wird zum Teil noch) vor allem an das Lernen am Arbeitsplatz gedacht, also das Lernen während der Arbeitszeit. Damit konnten zum Beispiel unproduktive, arbeitstechnisch bedingte Pausen sinnvoll überbrückt werden, so daß sich der Lerner den Stoff sozusagen nebenbei aneignet und aufs Ganze gesehen zumindest ein erheblicher Teil des Zeitaufwandes bei konventionellen Vermittlungsformen eingespart würde. Inzwischen hat sich erwiesen, daß das Lernen am Arbeitsplatz in vielen Fällen nicht allzu wörtlich genommen werden darf: technisch bedingte Leerzeiten von vorher unbestimmter Dauer eignen sich nicht gut für konzentriertes Lernen; heufig ist auch das Lernumfeld (Lärm, Störungen etc.) der Aufnahmefähigkeit nicht gerade förderlich.

Überlegungen wie diese machen deutlich, daß auch die Frage der Lernsituation, der gegebenen oder der aus didaktischen Gründen zwingend zu schaffenden, ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Beurteilung von Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes interaktiver Medien darstellt.




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Jewgenij Tarnorutskiy, Freitag, 14. Februar 1997, 12:52:36 Uhr MET